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Am Sonntag, 19. Juni 2005 fand das vierte Shakespeare-Picknick der Bücherei statt.

"William Shakespeare in kleinen Häppchen verabreicht: Kein ganzes Stück des Meisters aus Stratford, sondern kleine Ausschnitte aus verschiedenen Dramen bot die Shakespeare Company aus Freiberg am Neckar beim Shakespeare-Picknick der Neckarwestheimer Ortsbücherei im Burghof des Schlosses Liebenstein.

Als Romeo nach der ersten Liebesnacht sich davonstehlen will, um den Capulets nicht in die Hände zu fallen, wie spricht er da zur geliebten Julia? „Etz glaub’ m’rs doch, d’ Nachtigall isch g’wä un net d’ Lerch’ “. So tönt der wohl berühmteste Satz der Weltliteratur auf schwäbisch, wie ihn Regina Gobert, die auch die Übersetzung ins heimische Idiom besorgt hatte, zu Horst Kirschbaum spricht. Aber die – wegen der Hitze nicht allzu vielen - Besucher im Burggraben erfuhren auch, von Andreas Beck und der Texanerin Dianna Yendell, wie der „Schwan von Stratford“ den Satz im Original geschrieben hat („It was the nightingale and not the lark“) und wie ihn August Wilhelm Schlegel ins Deutsche übersetzt hat („Es war die Nachtigall und nicht die Lerche“).

Shakespeare als Meister geschliffener, funkelnder Dialoge stellten Melanie Hofmann und Dianna Yandell („Zwei Herren aus Verona“) und Andrea Wehr und Regina Gobert („Wie es euch gefällt“) vor, und beide spielten zusammen mit Peter Diehl und Jürgen Knappe die seltsame Szene aus „Verlorene Liebesmüh“, wie der König von Navarra sich mit dreien seiner Höflinge verschwört, vertieften Studiums halber sich allen Kontakts zur Außenwelt, zu enthalten, insbesondere der Damen. Shakespeare hat nicht nur Komödien, Tragödien und historische Dramen verfasst, sondern neben andere Gedichten auch noch 152 Sonette, zum größten Teil gerichtet an einen schönen Jüngling, aber auch an die „dunkle Dame“ („dark lady“). Dianna Yandell, die in Tübingen Politikwissenschaft studiert, brachte eines davon in der Originalsprache zu Gehör.

Zwar nicht vom Dichter, aber aus seiner Zeit stammten drei Lieder, die Peter Diehl mit sonorer Stimme vortrug.

Das Publikum, das unter schattigen Nussbäumen an Biertischgarnituren möglichst kühle Getränke und Vesper ausgepackt hatte, spendete herzlichen Beifall für eine geistige Tour durch Shakespeares gesammelte Werke, nur leicht gekürzt." (uhm)

Quelle: Heilbronner Stimme


2005 Shakespeare-Picknick

Shakespeare Company Freiberg a.N.


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