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Die Heilbronner Stimme berichtete:

Ein paar kleine runde Tische, darauf Wein, Sekt, Käse und Baguette-Scheiben. Was kann es gemütlicheres geben als inmitten von Büchern kleinen Geschichten zu lauschen, die oft zum Schmunzeln anregen. Die Neckarwestheimer Medienwelt, vulgo Ortsbücherei, die Volkshochschule und das Partnerschaftskomitee Neckarwestheim - Ceton hatten erstmals unter dem Motto „Die Welt zu Gast“ geladen zur Lesung kleiner französischsprachiger Literatur-Leckerbissen neuerer Zeit, um mit der Entwicklung des Büchermarkts westlich des Rheins bekannt zu machen. Vielleicht gibt’s mal eine Fortsetzung.
Da hat einer nun in der Schule, lang ist’s her, gelernt, was ein „imparfait“ und was ein „passé simple“ ist. Und dann: nicht einmal französische Schriftsteller nutzen diese mühsam eingebimsten Zeitformen in ihren Romanen und Erzählungen. Wie im süddeutschen Deutsch schein drüben, zwischen Atlantik und Vogesen, der Gebrauch des Perfekts, der vollendeten Handlung, vorzuherrschen. Auszüge aus Romanen und Erzählungen lasen Regina Gobert und Monika Gehrig abwechselnd in beiden Sprachen gelesen.
Eine hübsche Story etwa erzählt der auch als Zeichner bekannt Jean-Jacques Sempé von einem Jüngling der Nachkriegszeit, der zum Ausweis seines Erwachsenseins sich einen Kamm in die Brusttasche seines Hemdes steckt, aber nicht Fahrrad fahren kann. Und ausgerechnet der möchte sich von einem Fotografen ablichten zu lassen – auf dem Drahtesel. Und wie er nun alles Mögliche anstellt, um nicht das Fahrrad besteigen zu müssen – keiner blieb da ohne Schmunzeln. Oder das eher bittersüße Begebnis zwischen einem Mann und einer jungen Frau aus dem Roman „Die letzte Liebe des M. Armand (La douceur assassine“ von Francoise Dorner, die in Paris lebt und dort Schauspielerin ist. Oder wie sich ein junger Mann durch die Begegnung mit einer Älteren, die ihn zu einer neuen Betrachtung des Lebens veranlasst, eine mehr philosophisch gehaltene Überlegung. Die in Kanada lebende Schriftstellerin Marie-Sabine Roger hat sie in ihrem Roman „Das Labyrinth der Wörter“ („La tête en friche“) gestaltet.
Zur Auflockerung erklangen neuzeitliche Chansons über Fragen des Lebens von Julie Zenatti und der Sängerin Zaz. Die rund 30 Zuhörerinnen und Zuhörer zeigten sich begeistert von der heutigen Literaturproduktion in Frankreich. Die zugehörigen Bücher gibt es – in Deutsch – in der Medienwelt auszuleihen, ließ Regina Gobert natürlich wissen. (uhm)



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