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Die Presse berichtete zum Projektstart:

„Internet goes Ländle“ ist in Neckarwestheim angekommen

Erst war sie „völlig baff“, dann freute sie sich unbändig. Mit solchem Andrang zum ersten Internet-Nachmittag für Senioren in der Neckarwestheimer Medienwelt hatte Leiterin Regina Gobert nicht gerechnet. Wenigstens 20 „Ü60er“ drängten sich zwischen den Bücherregalen, um, zum Teil erstmals in ihrem Leben, am Computer auszuprobieren, wie das Surfen im weltweiten Netz funktioniert. „Internet goes Ländle“ heißt die Aktion, die das baden-württembergische Agrarministerium initiiert hat und jetzt als Erste im Landkreis Heilbronn in der Neckarwestheimer Ortsbücherei startete.

Einige hoben mutig die Hand, als Regina Gobert fragte, wer denn überhaupt noch nie an einem Computer gesessen habe. Wieder andere bekannten, dass sie zwar schon mal so einen Rechenknecht bedient, aber noch nie im Internet gesurft hätten. Das wollten sie jetzt nachholen, „Das ist kein Hexenwerk“, sagt Inge Hartmann. Anregungen für die Gartengestaltung, Kochrezepte und ein bisschen Zeitvertreib erhofft sich die Seniorin, wenn sie sich durch die Weiten des Netzes der Netze klickt.

Ja, mit dem Klicken, das ist für manchen eine Kunst. Die Maus so zu führen, dass der Cursor dort steht, wo ein Klick etwas bewirkt, das will geübt sein. Regina Gobert lässt es ganz langsam angehen, erklärt, wo es überhaupt etwas zu klicken gibt und wie man das macht. „Wenn die Hand kommt, dann ist was dahinter“, erklärt sie. Und nimmt den Angehörigen der reiferen Jugend die Sorge, sie könnten etwas falsch machen. Das Internet biete tausende von Querverweisen, mit deren Hilfe sich regelrecht surfen lasse wie auf Meereswellen. „Ich will auf dem Laufenden bleiben“, erklärt Margot Bogumil, „das muss man heutzutage, wenn man nicht untergehen will“. Aber eines soll ihr nicht passieren: „Blind Date will ich nicht machen“.

Günther Schumacher gibt zu, dass er noch nie am Computer geschafft hat. Deshalb hält er es eigentlich nicht für gut, dass für die „Grünen“ – das meint er nicht politisch – gleich beim ersten Mal solcher Andrang herrscht: „Das verwirrt mich“. Aber er hat es sehr begrüßt, dass die Internet-Nachmittage von der Bücherei ausgeschrieben worden sind.

Bei dem einen Mal soll es nicht bleiben. Die Medienwelt lädt künftig jeden Montagnachmittag zwischen 15 und 17 Uhr interessierte Senioren ein, an den vorhandenen drei Internet-Plätzen zu üben und zu surfen. Einer Anmeldung bedarf es nicht, es handelt sich auch nicht um einen regelrechten Lehrgang wie bei der Volkshochschule. Jederzeit können die Besucher auch Regina Gobert um Hilfe bitten, denn an den Montagnachmittagen gibt es keinen Ausleihbetrieb.

Als Bürgermeister Mario Dürr von der Aktion des Ministeriums für den ländlichen Raum gehört hatte, hatte er sogleich die Computer erfahrene Regina Gobert beauftragt, sich mit den entsprechenden Organisationen am Ort – dem Seniorenclub, dem Treff Aktiv, den Landfrauen – ins Benehmen zu setzen. Für die Bücherei war’s keine große Umstellung: Seit dem Umbau zur Medienwelt gibt es drei Internet-Computer, die von jedermann kostenlos genutzt werden können. Nur mit solchem Zulauf wie beim ersten Mal – damit hatte keiner gerechnet. (Heilbronner Stimme)


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